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 Gabelschweifs Geschichte

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Garvina
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Schütze Büffel
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BeitragThema: Gabelschweifs Geschichte   Di Jan 26, 2010 6:21 pm

Ich habe eine Warrior Cats-FF geschrieben, und möchte sie euch gerne zeigen...

Drachenclan
Anführer: Hagelstern (schwarzer Kater mit weißen Tupfen)
2. Anführer: Bambusherz (hellbrauner Kater)
Heiler:- Meeresbrise (blau-graue Kätzin mit silbernen Augen)
- Nebelfeuer (rote Kätzin mit weißen Pfoten)

Älteste:- Plattfuß (braun getigerter Kater mit einem plattgefahrenen Fuß)
- Quarzstreif (grau getigerter Kater)
- Holunderklaue (schwarze Kätzin)

Königinnen:- Glasfell (hellgraue Kätzin mit weißen Streifen)
- Maskenpelz (schildpattfarbene Kätzin)

Krieger:- Windsturm (langhaariger, silbergrauer Kater)
- Nusspelz (dunkelbrauner Kater mit schwarzer Schwanzspitze)
- Morgentau (weiße Kätzin mit roten Tupfen)
- Elsterkralle (schwarz- weiß gescheckter Kater)
- Glitzerherz ( silberne Kätzin)
- Tannenzapfen (schwarz-braun gescheckter Kater)
- Gabelschweif (chinesische,braune Kätzin mit gegabeltem Schwanz)

Schüler:- Rehpfote (braune Kätzin mit weißen Sprenklern)
- Pfeilpfote (grauer Kater mit schwarzen Streifen)
- Muschelpfote (beige-braun gestreifte Kätzin)
- Schwanenpfote (weiße Kätzin)


Phönixclan
Anführer: Diamantstern (heller Kater mit weißen Sprenklern)
2. Anführer: Silberhauch (silberne Kätzin)
Heiler: Windtänzer (silber-weißer Kater)


Einhornclan
Anführer: Federstern (grau gesprenkelter Kater)
2. Anführer: Flammenkralle (rot-graue Kätzin)
Heiler: Sonnennebel (goldener Kater)


Greifclan:
Anführer: Jaguarstern (schwarz-gelb gescheckte Kätzin)
2. Anführer: Spiegelherz (silbernener Kater mit hellgrünen Augen)
Heiler:- Schattenrose (schwarz-graue Kätzin)
- Blütentraum (schildpattfarbene Kätzin)
Prolog
Ich rannte um mein Leben. Die Zweibeiner hatten mich fast eingeholt. Plötzlich blieb ich mit meiner Pfote in einer Wurzel hängen und stolperte.
Da legte sich auch schon eine Schlinge um meinen Hals.
Sie setzten mich in eine dunkle Kiste mit ein paar Löchern. Als ich dadurch hinaus schaute, sah ich meine Schwester halb hinter einem Baum stehen. Traurig blickte sie mir hinterher.
Die Zweibeiner luden mich in eines ihrer Monster und fuhren los. Die Sonne ging schon fast unter, als sie zum Stehen kamen.
Sie öffneten für einen Moment die Kiste, in der ich gefangen war, und piekten mich mit etwas Spitzem in die Flanke. Ich merkte, wie ich immer müder wurde. Schließlich war ich tief und fest eingeschlafen.
Ich träumte von meiner Heimat und meiner Familie.
Als ich erwachte, lag ich in einem kalten Bau aus Metall. Gegenüber von mir standen noch mehr davon. In fast jedem von ihnen saß ein Tier. Sie alle hatten etwas Außergewöhnliches an sich.
Es gab Hunde mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen, Katzen mit vier Ohren, Hamster mit drei Beinen und noch viele andere mehr.
Was wollen die Zweibeiner dann von mir? Ich habe doch nichts Besonderes an mir, fragte ich mich.
Da kamen zwei Zweibeiner in den Raum. Der eine zeigte auf mich und sagte dann etwas. Nach einer Weile erschien ein dritter Zweibeiner mit einem Bau aus Stroh, und kam auf mich zu.
Er öffnete das Gitter und schob mich schnell in den Korb. Dann knallte er den Deckel zu, dass mir die Ohren dröhnten, und übergab mich dem einen Mann.
Dieser gab ihm etwas, dass aussah wie eine platte Pflanze und brachte mich dann in sein Monster. Es ruckelte wieder, und irgendwann standen wir vor seinem Haus. Es war riesig.
Er stellte den Korb mit mir kurz ab. Aber das reichte mir, um den nicht ganz geschlossenen Deckel aufzudrücken und heraus zu springen.
Der Zweibeiner fluchte und rannte hinter mir her. Ich lief in den Wald hinein. Bemerkte nicht den fremden Katzengeruch.
Auch als der Zweibeiner die Jagd aufgab, hielt ich nicht an. Ich lief einfach immer weiter...
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Sa Feb 06, 2010 4:59 pm

Gefällt mir!
Schreib weiter, ist sehr spannend!
Ich will wissen wie es weiter geht!
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Garvina
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Schütze Büffel
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Sa Feb 06, 2010 5:04 pm

Hier ist schon die Fortsetzung...
Kapitel 1
Ich war unter einem Baum eingeschlafen, und erwachte nun von einem fremden Geruch. Vor mir stand eine rot-weiße Kätzin und starrte mich an. Oder besser meinen Schweif.
Nun fiel mir auch auf, dass sie nur einen geraden Schweif hatte. Im Gegensatz zu meinem, der sich am Ende gabelte.
Aber vielleicht hat sie ja eine Krankheit und deshalb so einen Schweif, überlegte ich. „Hallo, ich bin Wei Ling, und wer bist du?“, fragte ich höflich.
„Mein Name ist Morgentau“, meinte die fremde Kätzin, „Du hast keinen Clangeruch an dir. Woher kommst du, und was willst du auf dem Territorium des DrachenClans?“
„Ich war auf der Flucht vor den Zweibeinern. Sie haben mich entführt und hierher gebracht“, antwortete ich, „Ich komme aus den riesigen Bambuswäldern Chinas.“
Da ertönte eine andere Stimme aus den Büschen: „Vielleicht willst du dich ja dann unserem Clan anschließen!“ Ein schwarzer Kater trat hervor.
„Hagelstern ist der Anführer des DrachenClans“, zischte Morgentau mir zu.
„Das würde ich tatsächlich sehr gerne, denn ich habe keinen bau, und keine Ahnung, wo ich mich hier befinde, und wie ich wieder nach Hause komme“, miaute ich.
„Dann folge mir und Morgentau!“, befahl Hagelstern. Als er sich umdrehte fiel mir auf, dass auch sein Schweif sich nicht gabelte. Bisher hatte ich das für selbstverständlich gehalten, denn alle in meiner Familie besaßen einen gegabelten Schweif.
Aber nun war es erst einmal wichtiger, den beiden Clankatzen zu folgen. Mühelos kam ich mit. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich sie auch überholen können. So liefen wir immer weiter durch den Wald, bis wir an einen Berg kamen.
Ein schmaler Pfad wand sich daran empor.
Wir gingen vorsichtig daran entlang und kamen an eine Höhle, vor der ein Felsvorsprung war. Dort tummelten sich sehr viele Katzen. Als Hagelstern auf einen kleinen Felsen stieg und rief: „Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre Beute zu fangen, solle sich zur Versammlung einfinden!“, liefen sie alle herbei.
Der schwarz-weiß getupfte Anführer blickte auf mich herab und sagte dann: „Ich habe eine Katze gefunden, die von den Zweibeinern aus ihrer Heimat entführt worden war. Sie ist ihnen entkommen und ich und Morgentau haben sie im Wald gefunden. Ich habe ihr angeboten, sich dem Can anzuschließen!“
Lautes Murmeln erhob sich in der Menge. „Seht euch nur mal ihren Schweif an!“, rief ein schwarz-weiß gescheckter Kater. Ich wusste, was er meinte. Mir war aufgefallen, dass keine Katze im Lager einen gegabelten Schweif besaß. Ich fühlte mich sehr allein.
„Ruhe!“, donnerte Hagelstern, „Auch wenn sie nicht aus diesem Clan stammt, hat sie ein Recht darauf, hier zu leben. Also bitte ich den Sternenclan, auf diese Kätzin hinab zu blicken und sein Einverständnis zu geben.“ Er wandte sich mir zu und fuhr dann fort: „Von nun an wird dein Name Gabelschweif lauten, zu Ehren deines zweiteiligen Schweifes.“
Ich war überglücklich. Nacheinander kamen die meisten Katzen auf mich zu und begrüßten mich mit meinem neuen Namen.
Und dann sah ich ihn. Er stand im Höhleneingang und der Wind spielte mit seinem hellbraunen Fell. Er blickte mir mit seinen wasserblauen Augen direkt ins Gesicht, und kam auf mich zu.
„Willkommen im Clan, Gabelschweif“, sagte er kühl und verschwand sofort wieder in der Menge. Mein Herz raste wie verrückt.
Erst als Morgentau mich ansprach, merkte ich, dass Hagelstern vor mir stand. Auch er hieß mich im Clan willkommen. Danach zeigte Morgentau mir das Lager, aber meine Gedanken flogen immer wieder zu dem hellbraunen Kater.
Ich zeigte mit der Pfote auf ich und fragte Morgentau: „Wer ist das?“
„Das ist Bambusherz, der zweite Anführer des DrachenClans“, antwortete die Kriegerin. „Bambusherz...“ Ich ließ mir den Namen auf der Zunge zergehen.
Und dann dachte ich: Ich glaube, nein, ich weiß, ich habe mich in ihn verliebt...
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Sa Feb 06, 2010 5:12 pm

Oh wie süß!
Eine Lovestory!
Eine Frage: Gibts wirklich Katzen mit Gegabelten Schweifen?
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Schütze Büffel
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Fr Feb 12, 2010 8:41 pm

Ich weiß es nicht. Es soll welche geben, glaub ich... Abver ich hab einfach gesagt, es gibt welche. Guck lieber mal im Internet, ich hab KP...

Zur Story: Leider keine gut ausgehende... Abver das erfährst du schon jetzt, aber die Geschichte geht aus Morgentaus Sicht weiter...


Kapitel 2
Dass ich mich dem DrachenClan angeschlossen hatte, war jetzt fast drei Monde her. Langsam begann die Zeit der Blattleere. Ich hatte inzwischen alles über die vier Clans und ihre Rituale gelernt. Doch Bambusherz würdigte mich noch immer keines Blickes.
Eines Tages wurde der Frischbeutehaufen immer kleiner. Aber nicht durch uns. Jemand stahl unsere Frischbeute.
Das war meine Chance. Wenn ich diese Katze fing, würde mir Bambusherz vielleicht etwas Aufmerksamkeit schenken. Ich erzählte nicht einmal Morgentau, die inzwischen meine beste Freundin war, von meinem Plan. Ich lief einfach los.
Schon bald fand ich eine fremde Spur auf unserem Territorium. Und den Geruch nach Frischbeute. Die Spur führte weiter, bis zur Grenze des Drachenclans.
Ich zögerte einen Moment, aber dann dachte ich an Bambusherz und machte einen Schritt darüber. Ich ging weiter und weiter. Um mich herum tanzten die bunten Blätter im Wind.
Nach einer Weile kam ich auf noch öderes Land als vorher. Es wundert mich nicht, dass eine Katze, die hier lebt, unsere Frischbeute stehlen muss, dachte ich bei mir.
Plötzlich landete etwas Goldenes auf meinem Rücken und grub seine Krallen tief in mein Fleisch. Ich jaulte vor Schmerz auf. Mit einem Sprung auf die Hinterbeine konnte ich den Angreifer abschütteln, und stand ihm nun gegenüber.
Es war eine goldfarbene Kätzin. Sie hatte keinen Clangeruch an sich, und ich ging davon aus, dass sie eine Einzelläuferin war. An ihr hing auch der starke Geruch nach Frischbeute. Und auch etwas Drachenclangeruch, wie ich bemerkte.
Sie hat unsere Beute gestohlen, ging es mir durch den Kopf. Dann dachte ich an Bambusherz, und spürte eine ungeheure Kraft in mir. Mit einem Fauchen ging ich auf die Kätzin los. Sie konnte sich kaum wehren.
Schon nach kurzer Zeit hatte ich sie am Boden festgenagelt und stellte sie zur Rede. „Hast du unserem Clan Beute gestohlen?“, zischte ich.
„Ja“, miaute sie kleinlaut, „Aber nur, weil ich selbst nicht genug zum Überleben hatte.“
Tränen standen in ihren Augen. Am liebsten hätte ich sie laufen lassen, aber meine Treue zum Clan verhinderte es. „Du kommst jetzt mit mir. Unser Anführer wird entscheiden, was mit dir geschieht“, entschied ich.
Dann packte ich sie im Nacken und zog sie auf die Pfoten. Dann nahm ich ihren Schweif ins Maul, um zu verhindern, dass sie abhaute, und wir marschierten zurück zum Lager.
Die Diebin versuchte nicht einmal, davonzulaufen. Als wir im Lager ankamen, kam Morgentau mir hektisch entgegen. „Gabelschweif, wo warst du denn? Keiner hatte dich gesehen, und ich habe mir Sorgen um dich gemacht.“
„Ich habe unsere Diebin gefangen“, berichtete ich. Ich führte goldene Einzelläuferin zu Hagelstern, der mich hinausschickte. Die beiden Katzen waren lange in seinem Bau und redeten.
Dann rief Hagelstern eine Versammlung zusammen. „Dank Gabelschweif haben wir die Katze, die unsere Frischbeute gestohlen hat gefangen.“
Die Clankatzen begannen zu tuscheln und die fremde Kätzin anzufauchen. „Hört mir zu!“, rief der Anführer, „Minouschka hatte keine andere Wahl. Auf ihrem Territorium gibt es kaum Beute. Vor allem nicht in der Blattleere. Ich würde sagen, sieverspricht uns, nicht mehr zu stehlen, und darf dafür nur in der Blattleere auf unserem Territorium jagen.“
Damit war das beschlossene Sache und Minouschka verließ das Lager wieder. Ich ging müde hinüber zu Bambusherz, der vor der Höhle saß und an einem Kaninchen nagte, setzte mich neben ihn, und bevo der Mut mich verließ, sagte ich: Bambusherz, ich muss dir etwas sagen. Ich habe es schon bei unserer ersten Begegnung gespürt, habe mich aber nicht getr...“
Da wurde ich von Meeresbrise unterbrochen, die gerade aus der Kindestube kam.
„Bambusherz!“, rief sie, „Deine Jungen sind alle drei gesund und munter. Du solltest mal nach Glasfell sehen. Sie ist noch ziemlich erschöpft von der Geburt.“
Bambusherz´ Jungen? Ich war unendlich traurig, dass bambusherz eine andere liebte. Mir war zwar aufgefallen, dass er sehr oft bei Glasfell saß, aber dass hätte ich nicht gedacht.
Er sah mich nicht einmal an, bevor er in die Kinderstube zu seiner Gefährtin eilte. Ich lief aus dem Laer. Einfach nur weg von ihm. In meinen Augenwinkeln schimmerten Tränen. Als ich an den Fluss akm, kam mir ein Gedanke.
Ohne ihn hat das Leben keinen Sinn mehr, dachte ich noch, bevor ich in die Fluten sprang. Eine merkwürdige Stille legte sich über die Welt. Ich sah nur noch, wie Morgentau, die mir nachgelaufen war, ungläubig und traurig auf die Stelle im Wasser starrte wo ich verschwunden war.
Ihr Gesichtsausdruck war derselbe wie bei meiner Schwester, als die Zweibeiner mich gefangen hatten.
Langsam wurde es dunkel um mich herum, bis ich nur noch schwarz sah, und nichts mehr fühlte...

Epilog (für Gabelschweif)
Nach und nach erschienen in der Dunkelheit Sterne. Meine Mutter stand direkt vor mir auf dem Silbervlies und sagte: „Obwohl du viel zu früh hier bist, freue ich mich, dich zu sehen, mein Kind.“
Wir begrüßten uns schnurrend und liefen dann los. Nach einer Weile kamen wir an einen riesigen Bau aus purem Licht. Dort tummelten sich unendlich viele Katzen.
Dies war mein neuer Clan. Der SternenClan…
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Sa Feb 27, 2010 5:39 pm

OH!
Wie traurig... 😢

Das sie sich umbringt...

Das ist wirklich sehr traurig.

Aber ich muss die Story Loben.
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Schütze Büffel
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   So Feb 28, 2010 11:54 am

Aber es geht ja weiter (aus Morgentaus Sicht)

Kapitel 3
Morgentau starrte ungläubig auf den Fluss, wo Gabelschweif verschwunden war. Dann sprang sie hinterher. Das Wasser war eiskalt, aber Morgentau tauchte immer tiefer.
Endlich sah sie im trüben Wasser einen schlaffen Körper sinken. Schnell packte sie Gabelschweif im Nacken, und schlug wild mit den Pfoten, um wieder an die Oberfläche zu kommen. Aber das Gewicht der toten Katze zog sie runter. Langsam ging ihr die Luft aus, und ihr wurde schwarz vor Augen…
Jemand drückte ihr mit beiden Pfoten auf den Bauch, und Morgentau hustete eine ansehnliche Menge Wasser aus. „Sie lebt!“, rief eine ihr bekannte Stimme. Es war Bambusherz, der Zweite Anführer des DrachenClans. Sie spürte eine raue Zunge in ihrem Gesicht, und öffnete die Augen. Sie blickte genau in die tiefgrünen Augen eines silbergrauen Katers.
Die Kriegerin schloss die Augen wieder. Windsturm und Bambusherz schleppten sie gemeinsam zurück ins Lager, wo Morgentau in den Heilerbau gebracht, und Gabelschweif mit Hagelsterns Worten zum SternenClan geleitet wurde.
Meeresbrise versorgte die durchnässte Kätzin, und ließ sie dann alleine. Aber Morgentau wollte nicht einfach untätig im Bau herumliegen. Auch wenn ihre Beine zitterten, stand sie vorsichtig auf, und schleppte sich zu dem toten Körper, der draußen lag.
Niemand lag neben Gabelschweif, denn Morgentau war ihre einzige Freundin gewesen, nachdem sie in den Clan aufgenommen worden war. Diese legte sich neben ihre leblose Freundin, und registrierte kaum, dass Windsturm sich zu ihr gesellte.
Bis zum Morgengrauen wachte sie über Gabelschweif, dann kam Nebelfeuer, und führte sie wieder in den Heilerbau. Die Heilerschülerin gab ihr Kräuter und Mohnsamen, und das letzte, was sie sah, waren wieder diese wunderschönen, grünen Augen…
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   So Feb 28, 2010 12:12 pm

Achso!
Dann ist ja gut!
Dann mach mal schnell weiter!
:D
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Schütze Büffel
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Di März 02, 2010 6:24 pm

Immer doch... :D

Kapitel 3
Morgentau starrte ungläubig auf den Fluss, wo Gabelschweif verschwunden war. Dann sprang sie hinterher. Das Wasser war eiskalt, aber Morgentau tauchte immer tiefer.
Endlich sah sie im trüben Wasser einen schlaffen Körper sinken. Schnell packte sie Gabelschweif im Nacken, und schlug wild mit den Pfoten, um wieder an die Oberfläche zu kommen. Aber das Gewicht der toten Katze zog sie runter. Langsam ging ihr die Luft aus, und ihr wurde schwarz vor Augen…
Jemand drückte ihr mit beiden Pfoten auf den Bauch, und Morgentau hustete eine ansehnliche Menge Wasser aus. „Sie lebt!“, rief eine ihr bekannte Stimme. Es war Bambusherz, der Zweite Anführer des DrachenClans. Sie spürte eine raue Zunge in ihrem Gesicht, und öffnete die Augen. Sie blickte genau in die tiefgrünen Augen eines silbergrauen Katers.
Die Kriegerin schloss die Augen wieder. Windsturm und Bambusherz schleppten sie gemeinsam zurück ins Lager, wo Morgentau in den Heilerbau gebracht, und Gabelschweif mit Hagelsterns Worten zum SternenClan geleitet wurde.
Meeresbrise versorgte die durchnässte Kätzin, und ließ sie dann alleine. Aber Morgentau wollte nicht einfach untätig im Bau herumliegen. Auch wenn ihre Beine zitterten, stand sie vorsichtig auf, und schleppte sich zu dem toten Körper, der draußen lag.
Niemand lag neben Gabelschweif, denn Morgentau war ihre einzige Freundin gewesen, nachdem sie in den Clan aufgenommen worden war. Diese legte sich neben ihre leblose Freundin, und registrierte kaum, dass Windsturm sich zu ihr gesellte.
Bis zum Morgengrauen wachte sie über Gabelschweif, dann kam Nebelfeuer, und führte sie wieder in den Heilerbau. Die Heilerschülerin gab ihr Kräuter und Mohnsamen, und das letzte, was sie sah, waren wieder diese wunderschönen, grünen Augen…
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Do März 11, 2010 10:49 pm

Die Story ist echt gut! Nur am Anfang haperte es noch ein bisschen, da hast du zu oft einen neuen Satz angefangen. Mach weiter so, ich bin schon jetzt ein Fan deiner Geschichte! :D
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Schütze Büffel
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Fr März 12, 2010 7:50 pm

Oh, ich hab das 3. Kapitel doppelt gepostet... Naja, hier ist das 4.

Kapitel 4
Als Morgentau erwachte, lag Windsturm noch immer bei ihr. Was will er bloß von mir?, fragte sie sich. Der Krieger war ihr schon immer ein guter Freund gewesen, aber anscheinend suchte er jetzt noch intensiver ihre Nähe. Und das verstand Morgentau nicht. Sie stand trotz ihrer Schwäche auf, und legte sich ein Stück weiter von Windsturm entfernt hin.
Der Krieger sah sie erstaunt, und gleichzeitig traurig an. Auch er erhob sich, und verließ den Heilerbau. Nun sah Morgentau ihm traurig nach. Sie hatte ihn nicht beleidigen wollen, aber als sie sich bei ihm entschuldigen wollte, hielt Meeresbrise sie zurück.
„Lass ihn erst einmal in Ruhe“, riet ihr die Heilerin, „Er mag dich. Noch mehr als du ihn, und es verwirrt ihn, dass du nicht dasselbe fühlst. Gib ihm Zeit, und er wird es verstehen. Außerdem musst du dich ausruhen.“
Tatsächlich fühlte die Kriegerin sich noch immer müde und ausgelaugt, und wünsche sich nicht mehr, als noch eine Runde zu schlafen. Da sah sie, wie Nusspelz gemeinsam mit Muschelpfote und Holunderklaue Gabelschweif beerdigen wollte.
Sie hatte gerade vor, ihnen zu helfen, als Meeresbrise ihr auch das untersagte. „Ich habe dir gerade gesagt, du musst dich ausruhen, und schlafen, ich habe geduldet, dass du bei deiner Freundin Nachtwache hältst, aber das ist zu viel. Sie werden es auch ohne deine Hilfe schaffen“, meinte sie.
Beleidigt rollte die Kätzin sich wieder zusammen, und schloss die Augen. Sie konnte es nicht glauben, dass die Heilerin ihr verbot, ihre beste Freundin zu beerdigen. Tief in ihrem Inneren wusste sie, dass Meeresbrise Recht hatte, aber sie wollte es nicht zugeben.
So schlief sie langsam aber sicher ein, und träumte. In ihrem Traum saßen sie und Windsturm gemeinsam auf der alten Buche bei der Quelle, und redeten. Da sagte der silbergraue Krieger ihr mitten ins Gesicht: „Ich liebe dich, Morgentau.“ Und sie wusste nicht, was sie erwidern sollte, und schwieg. Da entfernte sich Windsturm immer mehr von ihr, bis er schließlich nur ein heller Fleck in der Landschaft war…
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   So März 14, 2010 5:29 pm

Oje, wie will Morgentau denn so ein schwieriges Problem lösen?! Schreib bitte schnell weiter, die Story ist richtig gut!
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Mo März 15, 2010 9:33 pm

Cool, dass es euch gefällt...

Kapitel 5
Schwer atmend erwachte Morgentau aus ihrem Traum. Es war tiefe Nacht, und fast alle Katzen schliefen. Auch Meeresbrise und Nebelfeuer lagen ruhig in ihren Nestern.
So leise wie möglich versuchte Morgentau, sich zu erheben, fiel aber mit einem leisen Plumpsen wieder auf das Moos. Doch dieses Geräusch genügte, um Meeresbrise aufwachen zu lassen. Die Heilerin kam zu der Kriegerin, und bedachte sie mit einem strengen und warnenden Blick.
„Ich habe dir gesagt, du sollst liegen bleiben“, meinte sie, „Du musst erst wieder zu Kräften kommen.“ Damit stieß sie die rot getupfte Kätzin mit der Schnauze in den Rücken, lief dann zu ihren Vorräten, und kam mit zwei kleinen, schwarzen Kügelchen auf einem Blatt wieder. „Hier, friss“, befahl sie, und Morgentau leckte die Mohnsamen widerwillig auf.
Schon überkam sie eine schwere Müdigkeit, und sie ließ den Kopf auf die Pfoten sinken. Alles drehte sich, und leicht schwindelig schlief sie ein. Diesmal war es kein richtiger Traum, was sie im Schlaf sah.
Gabelschweif und sie saßen gemeinsam auf den Sternen, und blickten hinunter in das Lager des DrachenClans. Dort fand ein Kampf statt. Dutzende von Katzen fielen übereinander her.
Ein großer, räudiger Kater mit pechschwarzem Fell und orangen Ohren warf sich auf eine weiße Katze mit roten Tupfen, und voller Staunen erkannte Morgentau sich selbst. Im nächsten Moment war sie auch unten im Lager, mitten im Kampf gegen den Streuner. Doch er schlug ihr die Vorderpfote so fest gegen den Kopf, dass alles um sie herum schwarz wurde.
Und dann erwachte sie. Im Heilerbau war niemand zu sehen, aber Morgentau hörte Kampfgeräusche von draußen. Sie warf einen Blick durch den Eingang, und erstarrte.
Alles war so wie in ihrem Traum. Alle Katzen des DrachenClans, Schüler wie Älteste, kämpften gegen eine Vielzahl von Streunern. Ohne nachzudenken, warf sich die rot-weiße Kriegerin auf den nächstbesten Feind.
Doch noch im Sprung wurde sie von dem schwarz-orangen Kater aus ihrem Traum zu Boden geworfen, und festgehalten. Zu ihrer Verwunderung griff er sie nicht an, sondern packte sie im Nacken, und begann, sie aus dem Lager zu ziehen.
Keine Katze des DrachenClans bemerkte es, sie waren zu sehr mit dem Kampf beschäftigt. Nur Windsturm sah traurig zu ihr herüber, und wollte ihr helfen, doch eine sandfarbene Kätzin mit langem, verfilztem Fell, warf sich auf ihn, und ihr Blickkontakt wurde unterbrochen.
Morgentau wurde mitgeschleppt, und als sie sich zur Wehr setzte, kamen hinter einem großen Felsen noch mehr Streuner zum Vorschein, die ihrem scheinbaren Anführer halfen, sie zu tragen.
Doch die Kriegerin hörte nicht auf zu zappeln und treten, und so hieb ihr ein stämmiger, aschfarbener Kater mit der Pranke gegen den Kopf, so dass sie das Bewusstsein verlor…
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Mo März 15, 2010 11:28 pm

Wie spannend! Schreib bitte schnell weiter! :D
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Do März 25, 2010 8:08 pm

Okay...

Kapitel 6
Als Morgentau wieder zu sich kam, lag sie auf dem Bauch in einer dunklen, stinkenden Gasse, und spürte ein Gewicht auf ihrem Rücken. Sie hörte ein Stöhnen, und fühlte gleichzeitig etwas zwischen ihren Hinterbeinen. Sie schlug die Augen auf, schloss sie aber gleich wieder entsetzt.
Der schwarz-orange Streuner lag auf ihr. Doch da war es schon vorbei, und die rot-weiße Kätzin hörte, wie sich mehrere Katzen entfernten. Ihr wurde schwindelig vor Ekel, und als sie versuchte, sich aufzurichten, rutschte sie gegen eine Steinwand.
Doch nach einiger Zeit ließ der Schwindel nach, und sie konnte aufstehen. Doch als sie sich umblickte, sah sie nichts vertrautes, und sie hatte keine Ahnung, wo sie sich überhaupt befand.
Kraftlos rutschte sie wieder zu Boden, und schloss die Augen. Plötzlich sah sie Windsturms Gesicht vor sich, doch als sie die Augen wieder aufmachte, lag sie noch immer einsam neben einem großen Abfallcontainer.
Ihr Hunger trieb die Kriegerin dazu, über ein paar Kisten in den Container zu springen, und nach Futter zu suchen. Sie stieß auf die vergammelten Reste einer Forelle, und auf mehrere stinkende Stofffetzen, doch dann entdeckte sie eine Ratte, die, wie sie, im Müll wühlte.
Die Ratte war so erschrocken, dass sie vergaß zu flüchten, doch da hatten sich Morgentaus Fangzähne schon in ihr Genick gebohrt. Obwohl die Ratte wie Krähenfraß schmeckte, schlang die Kätzin sie hungrig hinunter.
Plötzlich hörte Morgentau ein Geräusch hinter sich, und wirbelte herum, wobei sie auf einer Bananenschale ausrutschte, und mit einem Platschen in etwas weichem landete.
Der Kopf eines Zweibeiners erschien über dem Rand des Containers. Morgentau duckte sich zwischen eine leere Pappschachtel und einen Müllsack, doch er hatte sie schon entdeckt. Er streckte eine Hand nach ihr aus, doch die Katze wich zurück, und sträubte das Fell vor Angst.
Anscheinend hielt der Zweibeiner das für eine Drohung, denn er holte etwas kleines, silbernes aus der Tasche, drückte darauf herum, und sprach dann in die Luft.
Dann blieb er in der Gasse stehen, und wartete. Morgentau wühlte sich eine keine Kuhle in den Müll, und legte sich hinein. Sie zwang sich, ihr Fell anzulegen, und hoffte, dass der Zweibeiner weiterging.
Doch er blieb stehen, und nach einiger Zeit konnte man das Dröhnen eines Ungeheuers in der Nähe hören, und den Gestank anderer Zweibeiner riechen.
Sie wechselten ein paar Worte mit dem Wartenden, und guckten dann n den Müllcontainer. Die Kriegerin drückte sich so tief sie konnte in die Mulde, aber als der eine Zweibeiner die Schachtel darüber hochhob, war ihr Versteck entdeckt. Sie fuhr hoch, und wollte wegrennen, doch der zweite Zweibeiner packte sie mit seinen Händen im Genick, und hob sie wie eine Katzenmutter im Nacken hoch.
Sofort verfiel Morgentau in die Tragestarre, und hing schlaff in der Luft. Der Zweibeiner, der ihr Versteck entdeckt hatte, ging nun davon, kam aber kurz danach mit einem Ding, das wie ein Bau aus Metall aussah, zurück.
Sie steckten die hübsche, rot-weiß getupfte Kätzin hinein, und schlossen die Tür. Dann schüttelten sie dem Zweibeiner, der sie gerufen hatte, die Hand, und gingen davon…
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   So März 28, 2010 5:05 pm

O.O Hilfe!!!!!!!!!! bitte schreib schnell weiter, sonst komme ich noch um vor spannung! In gedanken bin ich schon am lesen... :study:
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Do Apr 22, 2010 8:38 pm

Sorry, hab diesen Thread hier einfach vergessen... Lebst du denn auch noch?

Kapitel 7
Mit dem Ungeheuer waren sie schon nach kurzer Zeit da, und Morgentau wurde ausgeladen. Die Zweibeiner trugen die verstörte Kätzin in eines ihrer Häuser, und stellten den Bau einfach in irgendeine Ecke.
Dann gingen sie weg. Die Einsamkeit, die nun folgte, war für die Kriegerin noch schlimmer, als von den Zweibeinern gefangen zu werden. Sie wusste nicht, was als nächstes passieren würde, und diese Unwissenheit laugte sie von innen heraus aus.
So vergingen Stunden, und obwohl Morgentau jegliches Zeitgefühl verloren hatte, wusste sie, dass schon viel Zeit vergangen war, seit der Käfig abgestellt worden war. Doch dann öffnete sich eine Tür, und ein großer, weißer Zweibeiner trat in den Raum.
Er holte die Kätzin aus dem tragbaren Bau, und schleppte sie in ein anderes Zimmer. Dort stank es entsetzlich nach Medikamenten, und Morgentaus empfindliche Nase wurde ans Äußerste gereizt. Ohne sie loszulassen, setze er sie auf einen kalten, metallenen Tisch, und bevor sie versuchen konnte zu fliehen, hatte ein weiblicher Zweibeiner sie im Nacken gepackt, so dass der andere loslassen konnte.
Dieser durchwühlte einen Schrank, und zog dann etwas hervor, dass er an den Bauch der Kriegerin legte. Morgentau fauchte laut, und zuckte zurück, als das kalte Metall ihre Haut berührte, doch die Zweibeiner störte das nicht. Nach einer Weile wurde das Metallding durch etwas Spitzes ersetzt, dass der weiße Zweibeiner ihr ins Bein stach.
Morgentau schaffte es, ihm mit einer Kralle über die Haut am Handgelenk zu fahren, so dass ein tiefer Schnitt entstand. Doch der Zweibeiner ließ sich nicht davon beirren, und brummte etwas in einer unverständlichen Sprache zu der Frau. Diese nickte, und trug die rot-weiße Katze in einen anderen raum, wo viele Käfige standen.
In fast jedem steckte ein Tier. Viele Katzen, aber auch kleine Hunde. Alle blickten traurig umher, und als Morgentau in einen Käfig zu einem fetten, orange getigerten Kater und einer blau-grauen Kätzin gesteckt wurde, warfen sie ihr mitfühlende Blicke zu.
Der Zweibeiner verschwand wieder, und die Kriegerin wandte sich zu ihren Mitgefangenen um.
Der Kater stellte sich als Molino vor, und die blau-graue Kätzin als seine Schwester Guarda. Die beiden sahen sich überhaupt nicht ähnlich, aber die Kriegerin sagte nichts. Stattdessen fragte sie, wie man hier wieder herauskam. „Das wissen wir nicht. Keiner hat es je versucht“, erklärte Molino.
„Wird man erwischt, hat man keine Zeit mehr, zu bedauern, es versucht zu haben“, fügte Guarda hinzu. „Aber ich muss hier raus“, sagte Morgentau entschlossen, „Ich muss zurück zu meinem Clan. Könnt ihr mir nicht helfen?“
„Wir nicht, aber vielleicht Kristall. Er ist der Älteste im ganzen Tierheim“, überlegte Guarda, „Hey, Kristall! Weißt du, wie man von hier fliehen kann?“
Ein silberner Kater blickte zu ihnen hinüber, und starrte mit seinen trüben, grau-blauen Augen auf die Clankatze.
Er war blind, doch anscheinend machte ihm das nichts aus, denn er erklärte mit brüchiger Stimme: „Es gibt einen Knopf neben dem Käfig, wo der große, schwarze Hund drin ist. Mit ihm kann man alle Käfige öffnen, aber ihr kommt von da aus nicht daran. Ihr müsst den Hund um Hilfe bitten. Vielleicht schafft ihr es ja, Dreamy zu überreden, euch zu helfen.“
Morgentau blickte irritiert umher. Wer ist Dreamy, und wie sollen wir einen Hund um Hilfe bitten?, fragte sie sich.
Doch Molino rief einer schildpattfarbenen Kätzin zu: „Dreamy, kannst du uns nicht helfen? Wir könnten alle frei sein, wenn du uns hilfst. Aber du musst mit dem Hund sprechen…“
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   Do Apr 22, 2010 10:05 pm

WOW. O.O Mal wieder ein SUPER Kapitel! :D Ich hoffe Morgentau schafft das...
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Garvina
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BeitragThema: Re: Gabelschweifs Geschichte   So Mai 16, 2010 8:43 pm

Ja, stell ja schon das nächste kapitel rein...

Kapitel 8
Schon nach kurzer Zeit hatten sie Dreamy auf ihrer Seite. Endlich verstand auch Morgentau, was der Plan war. Dreamy konnte die Hundesprache, und sie würde den Hund bitten, den Knopf zu drücken.
So wären alle frei, und Morgentau könnte wieder in ihre Heimat. Doch erst einmal musste sie planen, wie es nach dem Öffnen der Käfige weitergehen würde. Doch bei Sonnenuntergang war ihr Plan perfekt. In wenigen Minuten würde es losgehen. Da ertönte ein lautes Rumsen, das bedeutete, dass auch der letzte Zweibeiner gegangen war.
Sofort begann Dreamy in einer merkwürdigen, bellenden Sprache auf den Hund einzureden, und schon bald hatte dieser begriffen, dass er, wenn er den Knopf drücken würde, frei war.
Sofort streckte er seine Pfote durch die Gitterstäbe nach dem Knopf, doch er schaffte es nicht, ihn zu drücken, Er streckte sich, so weit es ging, und…
Es funktionierte!
Die Käfige öffneten sich mit einem ohrenbetäubenden Schaben, und dutzende von Tieren strömten auf das geöffnete Fenster zu. Jeder versuchte als Erster hinauszugelangen, und so entstand ein dichtes Gedränge, so dass niemand es schaffte. „Hört auf!“, schrie da Dreamy, erst in Katzensprache, dann in Hundesprache.
Sofort war es mucksmäuschenstill, und alle blieben wie angewurzelt stehen. „Wir müssen uns einigen“, erklärte die schildpattfarbene Kätzin, „Bildet eine Reihe, und dann gehen wir nacheinander.“
So geschah es auch. Alle Tiere bildeten eine Schlange, und nach und nach sprangen sie durch das Fenster ins Freie. Ein ohrenbetäubendes Miauen und Bellen erklang, als die ersten nach draußen kamen. Sie freuten sich so sehr, dass es ihnen egal war, wer sie hörte.
Endlich war Morgentau an der Reihe. Sie drückte sich kraftvoll mit den Hinterbeinen vom Boden ab, segelte durch die Luft, und war frei. Sie musste sich zusammenreißen, nicht wie ein Junges herumzuspringen.
Nun erschienen auch Guarda und Molino auf dem kleinen Stück Rasen. Die rot-weiß getupfte Kätzin ging zu den beiden hinüber, und fragte: „Wohin wollt ihr jetzt gehen? Ihr könnt doch nicht hier bei den Zweibeinern weiterleben.“
„Wir haben uns noch keinerlei Gedanken gemacht“, gab Molino zu. Dabei plusterte er sein orangenes Fell auf, so dass er noch dicker wirkte, als er ohnehin schon war. „Dann kommt doch mit mir“, schlug Morgentau vor, „Ihr könntet im Clan leben, wenn wir wieder dorthin finden.“
„Danke für das Angebot, Morgentau“, sagte Guarda höflich, „Ich nehme es gerne an, aber nur, wenn Molino mitkommt.“ „Dann habe ich ja keine andere Wahl“, seufzte dieser ergeben.
„Dann last und jetzt einen Schlafplatz finden, damit wir morgen ausgeruht sind“, überlegte seine Schwester. Sie liefen los, entfernten sich von den anderen Tieren, und fanden schon bald eine geschützte Ecke hinter einem großen Pappkarton, der in einer Gasse stand.
Die drei Katzen legten sich auf den harten Boden, und schliefen augenblicklich ein…
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